Wir haben uns die Zeit genommen, um Nate ein paar Fragen rund um die Verpflichtung zu stellen. Ihr wollt unseren Neuzugang etwas besser kennenlernen? Dann haben wir hier für euch das Interview:
Nate, nach dem Ende deiner College-Hockey-Karriere an der University of New England – was hat dich dazu bewogen, deine Karriere in Deutschland fortzusetzen und dich den Beach Devils anzuschließen?
“Schon als Kind war es mein Traum, so lange wie möglich Eishockey zu spielen. Als sich die Möglichkeit ergab, in Deutschland bei den Beach Devils professionell zu spielen, fühlte sich das wie der perfekte nächste Schritt an. Ich kann weiterhin auf einem hohen Niveau spielen und gleichzeitig eine neue Kultur kennenlernen sowie Menschen aus einem völlig anderen Teil der Welt treffen. Der Verein hat mir vom ersten Moment an das Gefühl gegeben, willkommen zu sein, und alles, was ich über die Mannschaft, den Ort und die Fans gehört habe, hat mir die Entscheidung leicht gemacht.”
Wie würdest du dich als Spieler beschreiben und worauf dürfen sich die Beach Devils Fans auf dem Eis freuen?
“Ich würde mich als einen hart arbeitenden Zwei-Wege-Spieler beschreiben, der in jeder einzelnen Situation alles gibt. Ich lege großen Wert auf die kleinen Dinge, die einer Mannschaft helfen zu gewinnen – sei es verantwortungsbewusstes Defensivspiel, das Kreieren von Torchancen oder das Einbringen von Energie auf der Bank. Mein Ziel ist es, ein Spieler zu sein, auf den sich meine Mitspieler in jeder Situation verlassen können. Die Fans können mit mir einen Spieler erwarten, der mit Leidenschaft spielt, jedes Spiel alles gibt und keine Duell abschenkt.”
Du warst einer der Kapitäne an der University of New England. Was hat dich diese Führungsrolle gelehrt und wie möchtest du diese Erfahrungen in unsere Kabine einbringen?
“Zum Kapitän ernannt zu werden, war eine der größten Auszeichnungen meiner Karriere. Ich habe gelernt, dass Führung nicht bedeutet, die lauteste Person im Raum zu sein, sondern sich durch sein tägliches Handeln das Vertrauen der anderen zu verdienen. Dabei habe ich verstanden, wie wichtig Verantwortungsbewusstsein, Kommunikation und der Gedanke sind, das Team immer über sich selbst zu stellen. Genau diese Einstellung möchte ich auch zu den Beach Devils mitbringen – indem ich hart arbeite, meine Mitspieler unterstütze und dabei helfe, eine positive Teamkultur zu schaffen, in der sich jeder gegenseitig antreibt, besser zu werden.”
Wenn du auf deine Zeit im College-Hockey zurückblickst: Auf welchen Moment oder welche Auszeichnung bist du besonders stolz und warum bedeutet sie dir so viel?
“Ich habe viele großartige Erinnerungen, aber zum Kapitän ernannt zu werden, ist etwas, worauf ich wohl immer am meisten stolz sein werde. Zu wissen, dass meine Trainer und Mitspieler mir das Vertrauen geschenkt haben, das Team anzuführen, bedeutet mir mehr als jede persönliche Statistik oder Auszeichnung. Es spiegelt die Beziehungen wider, die ich über vier Jahre aufgebaut habe, und den Einsatz, den ich Tag für Tag für die Mannschaft gebracht habe. Das ist etwas, das mich während meiner gesamten Karriere begleiten wird.”
Neben dem College-Hockey hast du Medizinische Biologie studiert. Warum hast du dich für dieses Studienfach entschieden und wie hast du die Anforderungen von Studium und Leistungssport unter einen Hut gebracht?
“Ich war schon immer von Naturwissenschaften und Medizin fasziniert. Langfristig möchte ich nach meiner Eishockeykarriere Arzt werden. Das Studium der Medizinischen Biologie war akademisch sehr anspruchsvoll, aber ich fand es unglaublich spannend zu verstehen, wie der menschliche Körper funktioniert und wie die Medizin das Leben von Menschen verbessern kann. Das mit College-Hockey zu vereinbaren, erforderte viel Disziplin und ein gutes Zeitmanagement. Es gab viele frühe Morgen, lange Tage und späte Nächte. Aber gerade das Eishockey hat mir beigebracht, organisiert zu bleiben, auch unter Druck gute Leistungen zu bringen und mich jeder Aufgabe mit voller Hingabe zu widmen.”
Für dich beginnt jetzt ein völlig neues Kapitel – sportlich wie privat. Worauf freust du dich am meisten, wenn du an dein Leben in Deutschland, das Spielen in Timmendorfer Strand und die Fans der Beach Devils denkst?
“Ich freue mich auf alles, was diese Chance mit sich bringt. Ich habe bisher noch nie außerhalb der Vereinigten Staaten gelebt. Deshalb freue ich mich besonders darauf, das Leben in Deutschland kennenzulernen und mehr über die Kultur zu erfahren. Ich habe schon viele positive Dinge über Timmendorfer Strand gehört und kann es kaum erwarten, den Ort zu entdecken und die Fans kennenzulernen. Das Besondere am Eishockey ist, dass es Menschen verbindet – ganz egal, woher sie kommen. Ich freue mich darauf, solche Verbindungen zu meinen Mitspielern, zur Gemeinschaft und zu allen aufzubauen, die die Beach Devils unterstützen. Ich hoffe, die Fans stolz machen zu können, indem ich den Verein jedes Mal, wenn ich das Eis betrete, mit harter Arbeit, Leidenschaft und Professionalität repräsentiere.”